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Für einige werden Erinnerungen wachgerufen
und der heutigen Generation wird es zeigen, dass dank Ausdauer
und kameradschaftlichem Zusammenhalten unser Verein auch in
schwierigen Situationen immer wieder einen gangbaren Weg fand
und gestärkt wieder daraus hervor ging.
Wenn ich sicher ungewollt alten
Sportskameraden ihre Verdienste gegenüber unserem Verein
schmälerte oder gar zu erwähnen vergass, dann bitte ich um
Verständnis und Entschuldigung.
Die mir persönlich noch bekannten Gründer
des Kraftsportverei Horburg waren Hönig, Mösch und Willaredt. Es
könnten jedoch auch Kameraden aus dem am 07.01.1911 gewählten
Vorstand sein. Für die anderen mir bekannten fehlen die
Unterlagen, um sie als Gründer zu bestimmen. Unter all denen
waren auch etliche Handwerksbursch aus Deutschland, welche sich
in Basel niedergelassen hatten, und das Ringen und Stemmen in
ihrer alten Heimat schon betrieben hatten. Diese Burschen
suchten Kontakt unter ihresgleichen in den hiesigen
Arbeiterkreis und fanden ihn auch bald einmal bei ebensolchen
sportbegeisterten wie sie es waren. Ihr gemeinsames Ziel war
klar, man wollte die Freizeit sinnvoll nutzen. Man beschloss
deshalb, einen Verein zu gründen mit dem Bestreben, Gewichtheben
und Ringen zu betreiben und auch die Geselligkeit und
Kameradschaft zu pflegen. Als dieser Verein aus der Taufe
gehoben wurde, Schrieb man das Jahr 1907. Kraftsportverin Basel
wurde er benannt und dies Sollte sich Zwischen 1911 und 1918
vorübergehend ändern in Kraftsportverein Horburg um dann im Jahr
1933 seinen heutigen und hoffentlich endgültigen Namen,
“Athletik Sektion F.C. Basel“ zu erhalten.
Die ersten Jahre des Bestehens waren wohl die schwierigsten,
waren sie doch gezeichnet durch Wirtschaftskrisen und zwei
aufeinander folgende Weltkriege. In diesen Jahren wanderten
einige unserer Mitglieder wegen schlechter wirtschaftlichen
Verhältnisse aus. Andere wurden bei Kriegsausbruch eingezogen
und nur wenige kamen zurück. Dies bedeutete Jahre der Bewährung
für die daheimgebliebenen Athleten. Auch politisch wirkte sich
dies alles auf unseren Verein aus; wir wurden Mitglied des Satus
und des Deutschen Athletenbundes. Mit unermüdlichem Fleiss,
gepaart mit viel Liebe zu unserem Sport, bewältigten unsere
Athleten ihre selbst gestellten Aufgabe, sodass wir heute mit
Stolz zurück und auch in die Zukunft blicken können.
Dass unsere heutige Generation dies ebensogut versteht, hat sie
in vielen Situationen schon bewiesen. Es ist sehr wichtig für
den Fortbestand unseres Vereins, dass wir im heutigen Zeitalter
des Halb- und Ganzprofessionalismus die Ideale des Sports sowie
die Treue zum Amateurgedanken und im Besonderen zu unserem
geliebten Verein hochhalten. Darum mögen auch in Zukunft die
Geschicke unserer Athletik Sektion in
guten Händen sein. Dies sei mein Wunsch.
Basel, im Jubiläumsjahr 1987
Hermann Gogel
Ich möchte es nicht unterlassen, an dieser
Stelle all jenen zu danken, die mit zum Gelingen unserer
Vereinschronik beitrugen, sei es durch Beiträge, Fotos oder
Informationen. Es sind dies: Achilles Grosskopf, Franz Rhyn,
Theodor Fehrenbach, Willy Fritz, Rudi u. Willy Feisst, Oskar
Holiriger, P. Stalder, Karl Dannenberger, Albert u. Anton Wolf,
C. Palladino, Max Glaser, R. Motschan und H.J.Berger.
Fotonachweis:
Staatsarchiv Basel, Negativsammlung, Neg 1767
Eugen A. Meier, Basel in der guten alten Zeit
Privatarchiv |